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Flachdach

Das Flachdach im Allgemeinen

Gemäss SIA ist ein Flachdach ein Dach dessen Abdeckung oder Abdichtung wegen der geringen Neigung der Unterkonstruktion nicht schuppig, sondern flächig ausgeführt werden muss.
Das Flachdach muss zusammenhängend und fugenlos gegen das nicht sofort abfliessende, oder zum Teil stehende Meteorwasser abgedichtet werden.
Um Überraschungen zu vermeiden, ist eine vorsichtige und kluge Planung Voraussetzung. Sowohl die Wahl des richtigen System und der geeigneten Materialien dürfen nicht ausser Acht gelassen werden. Wie auch der fachgerechten Ausführung der Arbeiten ist Rechnung zu tragen.

Flachdächer können mit Bitumendichtungsbahnen, thermisch verschweissten Kunststoffbahnen und Flüssigkunststoff Abdichtungen ausgeführt werden.

Die Flachdachsysteme Das Warmdach

Das Warmdach ist der klassische Aufbau eines 2-lagigen bituminösen Flachdaches. Beginnend auf der rohen Betondecke, die trocken und von der Zementschlacke befreit sein sollte, wird diese mit Bitumenlack als Haftbrücke grundiert. Die Dampfsperre wird vollflächig aufgeschweisst oder mit Heissbitumen aufgeklebt. Anschliessend wird die Isolationsschicht lose verlegt und die Plattenränder satt gestossen. Auf die Isolation wird die erste Lage der eigentlichen Dachhaut lose verleg und die Stösse werden verschweisst oder mit Heissbitumen verklebt. Die zweite Lage wird vollflächig verschweisst oder mit Heissbitumen verklebt. Auf der Dachhaut sollte immer ein Trennlage aus einem Polyestervlies oder einer Gummischrottmatte verlegt werden. Als letztes wird die Schutz- oder Nutzschicht eingebaut, wobei die Schutzschicht aus einer 10 cm dicken Kiesschicht oder einer Dachbegrünung besteht. Für die Nutzschicht können in Splitt verlegte Verbundsteine oder Gartenplatten sowie direkt auf der Trennlage verlegte Holzroste verwendet werden. Beides dient auch als Bewitterungs- und UV-Schutz.

Das Verbunddach

Das Verbunddach ist vom Aufbau her der gleiche wie beim Warmdach, die Isolation wird jedoch vollflächig auf der Dampfsperre mit Heissbitumen aufgeklebt. Auch die erste Lage der Dachhaut wird mit Heissbitumen vollflächig aufgeklebt.
Auf diese Weise ausgeführte Flachdächer sind besonders Kraftschlüssig und können daher auch befahren werden.

Das Umkehrdach

Das Umkehrdach ist von der Ausführung her das einfachste der 2-lagigen Flachdächer. Die rohe Betondecke wird mit Bitumenlack als Haftbrücke grundiert. Die erste und zweite Lage werden vollflächig aufgeschweisst oder mit Heissbitumen aufgeklebt, eine Dampfsperre entfällt dadurch. Auf die Dachhaut wird eine Isolation verlegt, die kein Wasser aufnehmen kann. Über der Isolation wird ein Filtervlies aus Polyester verlegt und zum Schluss wird das Flachdach bekiest. Es ist dabei darauf zu achten, dass das Gewicht des Kieses dem Auftrieb der Isolation entgegen wirkt, damit diese nicht schwimmt.

Das Plus- oder Duodach

Das Plus- oder Duodach ist eine Sanierungsmassnahe, bei der ein intaktes Warm-, Verbund- oder Nacktdach durch direktes Isolieren auf die bestehende Dachhaut Wärmetechnisch aufgewertet wird. Auf die neu eingebrachte Isolation wird eine zweite 2-lagige Dachhaut mit Trennlage und Nutz- oder Schutzschicht eingebaut.

Das Flachdach ohne Schutz- oder Nutzschicht

Bei einem Flachdach ohne Schutz- oder Nutzschicht, auch Nacktdach genannt, handelt es sich in der Regel um ein Warm- oder Verbunddach. Um Gewicht einzusparen wird auf eine Schutz- oder Nutzschicht verzichtet. Die zweite Lage wird jedoch mit beschieferten Bitumendichtungsbahnen ausgeführt damit der Bewitterungs- und UV-Schutz gewährleistet ist.